Die meisten Menschen wissen nicht, welche Nummer ihr Fahrrad trägt. Dabei steht sie meist gut versteckt in den Rahmen geschlagen, oft unten am Tretlager oder am Steuerrohr, manchmal auch hinten am Ausfallende des Hinterrads. Sie sieht unscheinbar aus, ist aber so etwas wie der Fingerabdruck deines Rades. Wer sie kennt, kann sein Fahrrad im Zweifel eindeutig beschreiben.
Nimm dir an einem ruhigen Nachmittag Zeit und suche die Nummer. Stelle das Rad so hin, dass du gut an die Stellen kommst, und leuchte mit einer Taschenlampe nach. Ist die Nummer verschmutzt, wische sie vorsichtig mit einem feuchten Tuch ab. Schreibe sie dann auf ein Blatt Papier und lege es an einen Ort, an dem du es später auch wiederfindest.
Fotos, die später helfen
Fotografiere das Rad von beiden Seiten und von vorn. Mache auch Nahaufnahmen von allem, was es besonders macht: einem Kratzer, einem Aufkleber, einer ungewöhnlichen Klingel, einem Korb oder einem Schutzblech, das nicht zu den anderen Teilen passt. Solche Kleinigkeiten unterscheiden dein Rad von vielen anderen, die auf den ersten Blick gleich aussehen. Vergiss nicht, auch die Nummer selbst zu fotografieren.
Speichere die Bilder nicht nur auf dem Telefon. Schicke sie an dich selbst oder lege sie in einen Ordner, den auch andere in der Familie kennen. So gehen die Informationen nicht verloren, wenn das Telefon einmal kaputtgeht. Notiere außerdem, wo und wann du das Rad gekauft hast und ob es besondere Teile hat, etwa einen ungewöhnlichen Sattel oder einen auffälligen Gepäckträger.
Stehen mehrere Räder im Haushalt, lohnt sich eine kleine Übersicht: ein Blatt oder eine Datei, in der für jedes Rad die Nummer, die Farbe und die Fotos zusammenstehen. Kinder können mithelfen und ihr Rad selbst beschreiben. Das macht Spaß und schult den Blick für Einzelheiten, die später wichtig sein können.
Erneuere die Fotos ab und zu, zum Beispiel wenn das Rad neue Teile bekommen hat. Ein Rad, das umgebaut wurde, sieht nach einiger Zeit anders aus als auf den alten Bildern. Wer seine Angaben aktuell hält, hat im Ernstfall ein klares Bild vor Augen und kann das Rad ohne Mühe beschreiben. Die kleine Arbeit ist schnell erledigt und gibt ein gutes Gefühl.