Einen Ledersattel richtig pflegen

Landschaftsillustration

Ein Sattel aus Leder ist ein Naturprodukt und braucht ein wenig Aufmerksamkeit. Er passt sich mit der Zeit der Sitzform an und wird dadurch immer angenehmer. Bleibt er aber ständig nass oder in der prallen Sonne, wird er rissig oder hart. Wer ihn pflegt, hat viele Jahre Freude daran, und die Pflege kostet kaum Zeit.

Der größte Feind ist Nässe. Regen und Feuchtigkeit lassen das Leder aufquellen und später spröde werden. Stellst du das Rad im Freien ab, hilft ein Schutz für den Sattel. Ein Überzug oder ein Sackerl, das du darüberziehst, reicht schon. Ist der Sattel doch nass geworden, tupfe ihn mit einem Tuch ab und lasse ihn bei Zimmertemperatur trocknen, ohne Heizung und ohne Föhn.

Reinigen und pflegen

Zum Reinigen genügt ein leicht feuchtes Tuch. Wische Staub und Schmutz vorsichtig ab, und reibe nicht zu fest, damit die Oberfläche nicht leidet. Verzichte auf scharfe Reinigungsmittel, sie greifen das Leder an. Ist der Sattel sehr schmutzig, nimm ein mildes Mittel mit viel Wasser und trockne ihn danach gründlich.

Von Zeit zu Zeit, zum Beispiel zu Beginn der Saison, kannst du das Leder mit einer geeigneten Pflege behandeln. Achte dabei gleich darauf, ob sich irgendwo feine Risse zeigen. Trage nur wenig auf, am besten mit einem weichen Tuch und in dünnen Schichten. Zu viel Pflege macht den Sattel weich und rutschig, und er färbt dann leicht auf die Hose ab. Lass die Pflege gut einziehen, bevor du wieder darauf sitzt.

Achte auf die Befestigung. Ein Ledersattel ist oft mit Nieten oder Schrauben am Gestell fixiert, und diese können sich lockern. Prüfe von Zeit zu Zeit, ob alles fest sitzt, und ziehe lose Schrauben mit dem passenden Werkzeug nach. Ist die Spannung des Leders zu schwach geworden, kann eine Spannschraube helfen, falls dein Sattel eine hat.

Ein neuer Ledersattel ist anfangs hart, und das ist normal. Gib ihm Zeit, sich einzufahren, und gehe nicht gleich auf eine lange Fahrt. Bewahre das Rad nach Möglichkeit trocken auf, und schütze den Sattel vor Sonne, die das Leder ausbleichen kann. Mit ein wenig Pflege wird er mit der Zeit dein bequemster Platz auf dem Rad.