Ein Fahrrad zu verschenken ist eine große Geste. Es zeigt, dass du dir Gedanken über den Alltag des anderen gemacht hast. Es ist aber auch ein Geschenk, das leicht danebengehen kann, wenn Größe, Bauart oder Ausstattung nicht stimmen. Wer sich vorher ein paar Fragen stellt, macht am Ende nicht nur eine Freude, sondern schenkt etwas, das wirklich benutzt wird.
Überlege zuerst, wie der Beschenkte fährt. Ist es ein Kind, das gerade das Radfahren gelernt hat, ein Jugendlicher, der zur Schule pendelt, oder jemand, der nach langer Zeit wieder aufs Rad steigen möchte? Ein Kind braucht ein Rad, das jetzt passt, und keine Größe, die erst irgendwann stimmen wird. Für Erwachsene ist die Rahmengröße mindestens genauso wichtig wie Farbe und Ausstattung.
Überraschung oder gemeinsam aussuchen
Manchmal ist es schöner, das Rad gemeinsam auszusuchen. Du kannst ein Bild oder einen kleinen Gutschein als Hinweis überreichen und dann zusammen losziehen. So probiert der Beschenkte selbst aus, welches Rad zu ihm passt. Wer lieber überraschen will, fragt heimlich Familie oder Freunde nach Vorlieben und schaut, welche Bauart im Alltag der Person Sinn macht.
Ein gebrauchtes Rad kann ein wunderbares Geschenk sein, wenn es gut in Schuss ist. Lass es vor dem Schenken durchsehen, putze es gründlich und pumpe die Reifen auf. Ein frisch geöltes, sauberes Rad mit einer Schleife am Lenker sieht auch als gebrauchtes Rad nach etwas Besonderem aus. Prüfe, dass Licht, Bremsen und Klingel funktionieren.
Vergiss die Kleinigkeiten nicht. Ein Schloss, ein Helm oder eine Klingel machen das Geschenk komplett, und der Beschenkte muss nicht sofort noch etwas dazukaufen. Frage vorher, ob die Person schon einen Helm hat oder wo das Rad später stehen soll. Wenn es keinen Platz gibt, wird die Freude nach einigen Tagen kleiner.
Verstecke das Rad bis zum Tag der Übergabe an einem sicheren Ort, etwa bei Nachbarn oder im Keller. Überreiche es persönlich und mit einer kurzen Erklärung, was an dem Rad besonders ist. Wer schenkt, kann anbieten, bei der ersten Ausfahrt dabei zu sein. Dann wird aus dem Geschenk eine gemeinsame Erinnerung und ein guter Start.